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Die Weisse Rose

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IV. Die Zeit vor der "Weißen Rose"


1. Hitlerjugend
Hans und Sophie waren in ihrer Jugend begeisterte Mitglieder der Hitlerjugend. Bei Sophie ließ die Begeisterung jedoch schnell nach, da sie sich mit den Inhalten der Hitlerjugend nicht anfreunden konnte. Besonders der Antisemitismus störte sie. Hans war anfangs stolzes Mitglied und schaffte es bis zum Gruppenführer HJ. Bei einem NSDAP-Parteitag durfte er die Fahne tragen, kam aber sehr verändert von diesem Parteitag zurück (s.v.). Von da an hatte er mit der HJ gebrochen.

2. Beginn des Widerstandes in der Familie Scholl
Die Familie Scholl und deren Freunde beteiligten sich am passiven Widerstand gegen die Nazis, indem sie Bücher verbotener Schriftsteller wie zum Beispiel Thomas Mann, Werner Berggruen oder Paul Claudel lasen. Durch die Taten der Nazis in der Reichskristallnacht waren die Scholls und ihre Freunde sehr geschockt.

3. Fritz Hartnagel
Fritz Hartnagel war ein guter Freund Sophie Scholls. Sie schrieben sich regelmäßig Briefe. Da Fritz Hartnagel Offizier war, gestaltete sich die Freundschaft während des Krieges als recht schwierig. Das letzte Mal sahen sich die beiden 1942. Fritz Hartnagel wurde als Verletzter in einem der letzten Flugzeuge aus Stalingrad evakuiert. Den letzten Brief an Fritz schrieb Sophie am 16. Februar 1943, sechs Tage vor ihrem Tod. Nach dem Krieg studierte Fritz Hartnagel Jura und kümmerte sich dann speziell um die Kriegsopfer.

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V. Die Anfänge der "Weißen Rose"


1. Manfred Eickemayer
Am 9. Mai 1942, ihrem 21. Geburtstag zog Sophie Scholl nach München, um dort Biologie und Philosophie zu studieren. Dort lernte sie die Freunde ihres Bruders kennen, mit denen sie sich dann ebenfalls anfreundete. Ebenfalls lernte sie den 75jährigen Professor Karl Muth kennen, der Herausgeber der verbotenen Zeitschrift “Hochland" war und einen großen Einfluss auf die Freunde hatte. Nachdem ihnen vom Münchener Architekten Manfred Eickemayer über die Greueltaten der Wehrmacht und der SS berichtet wurde, entschlossen sie sich, selbst gegen das Hitlerregime aktiv zu werden.

2. Professor Kurt Huber
Der Münchener Professor Kurt Huber unterstützte die Freunde, die ihre Widerstandgruppe wahrscheinlich nach dem Roman “La Rosa Blanca" von B. Traven genannt haben, in dem eine kleine mexikanische Hazienda durch die fiesen Machenschaften eines großen Ölkonzerns zerstört wird. Er unterstützte die Mitglieder in ihrem Denken und Handeln und schrieb auch Texte für die Flugblätter.

3. Praktischer Widerstand
Neben dem Publizieren NS-feindlicher Texte und Flugblätter leisteten die Mitglieder der “Weißen Rose" auch weiteren aktiven Widerstand. Sie sammelten zum Beispiel Brot für die Insassen von Konzentrationslagern und kümmerten sich um deren Angehörige. Sie verweigerten Spenden für NS-Organisationen.

4. Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen
Die "Weiße Rose" hatte viele Verzweigungen in München und auch in Hamburg. In München gab es über 80 Mitglieder und Gönner, in Hamburg um die 50. Hans Scholl hatte außerdem Verbindungen zu Falk Harnack, dem Führer der “Roten Kapelle". Über ihn sollte Kontakt zu den späteren Hitlerattentätern aufgenommen werden.

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